Tegernseer Tal Verlag
 
Tegernseer Tal Verlag

Leseproben

Rodeln auf dem Sommerweg am Wallberg

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Tegernsee Tal - Heft 170 - Ausgabe Herbst/Winter 2019/2020:

Mit dem Rodel fing alles an

Lang bevor die ersten Skifahrer die steilen Abfahrten am Wallberg unter die Brettl nahmen, waren hier schon die Rodler unterwegs. Die anspruchsvollen Strecken brachten Deutsche Meister und Olympiateilnehmer hervor und eine einheimische Sportlergemeinschaft, die vor Enthusiasmus brannte. Heute ist der Skiboom am Rottacher Hausberg verebbt. Aber Rodler und Schlittenfahrer gibt es mehr denn je.

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Postkarte mit Blick auf Schloss Tegernsee mit dem Laubengang

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Tegernsee Tal - Heft 169 - Ausgabe Frühjahr/Sommer 2019:

Der Laubengang am Tegernseer Schloss

Wo sich heute die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auf der roten Tartanbahn im sportlichen Wettkampf messen, stand bis vor einigen Jahrzehnten ein Bauwerk, das als ein Inbegriff der Romantik gilt – ein Laubengang. Über 100 Jahre lang prägte der überdachte Flanierweg die Ansicht des Schlosses von der Seeseite.

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Wilhelm Scheuchzer, Blick vom Paraplui gegen Egern, 1835

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Tegernsee Tal - Heft 168 - Ausgabe Herbst/Winter 2018/2019:

...nur mit einem anderen König!

 

Was den »Mythos Bayern« ausmacht – dieser Frage geht das Haus der Bayerischen Geschichte in seiner heurigen Landesausstellung nach. Die Benediktinerabtei Ettal wurde als Ausstellungsort mit Bedacht gewählt: Die barocke Klosteranlage vor der Kulisse der Ammergauer Alpen – umgeben von Wald und quasi in Sichtweite der von König Ludwig II. erbauten Schlossanlage Linderhof – deckt schon viele jener Elemente ab, die in der Ausstellung als Mythos prägend herausgearbeitet werden. Beim Rundgang haben wir festgestellt: Die Thematik »Mythos Bayern« könnte man genauso gut am Beispiel des Tegernseer Tals abhandeln…

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Tegernsee Tal - Heft 167 - Ausgabe Frühjahr/Sommer 2018:

Heimat muss man sich leisten können

Sperrige Werte haben im Tegernseer Tal gewissermaßen Tradition. Jahrzehnte lang beherrschten die Einwohnergleichwerte die öffentliche Diskussion. Jetzt sind es die Bodenrichtwerte, die Bürger und Bauwillige umtreiben. Den erstgenannten haben Kritiker vorgeworfen, sie hätten das Tal unter einer Käseglocke gehalten. Die zweitgenannten könnten nun Land und Leute für immer verändern.

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Büste von Heinrich Noe

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Tegernsee Tal - Heft 166 - Ausgabe Herbst/Winter 2017/2018:

Eine ziemlich unvorhersehbare Winterreise

 

Wenn das Schicksal auch nur ein wenig anders getickt hätte, wäre er der Menschheit seinen allerletzten Reise - bericht schuldig geblieben, nämlich Aufzeichnungen über ein Unternehmen, das man getrost als aberwitzig bezeichnen darf: Der Schriftsteller Heinrich Noë beschließt, vor seiner Weiterreise nach Tegernsee vor hundertfünfzig Jahren, am Silvestertag 1864, von Achenkirch aus das winterliche Ost-Karwendel zu durchqueren. Einfach mal so, mit einer Feldflasche Wein und Kletzenbrot im Gepäck und einem armen, treuen Hund an seiner Seite. Er überlebte und was er anschließend niederschrieb und in seinem »Bairischen Seebuch« (1865) veröffentlichte, ist in mancherlei Hinsicht ein bemerkenswertes Zeitzeugnis, vor allem über das Leben in den Bergen, es zeigt aber auch, wie der Reiseschriftsteller Noë bis zur letzten Konsequenz bereit ist, »Erfahrungen« nicht per Postkutsche zu sammeln, sondern zu »erwandern«, um sie an seine Leser weitergeben zu können. Er hält es mit Goethe, der sagte: »Was ich mir nicht erlernt habe, das habe ich erwandert.« Und Noë ergänzt noch: »Die Versenkung in die reine Idee ist die Wurzel des Naturgenusses.«

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Steinfigur einer Badendenam Eingang der Bad Wiesseer Wandelhalle

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Tegernsee Tal - Heft 165 - Ausgabe Frühjahr/Sommer 2017:

Vom Glück, an der Quelle zu sitzen

Wie Bad Wiessee zu dem heilkräftigen Wasser kam, das ihm Weltruhm verlieh, ist bekannt: Der Zufall führte Regie. Dass die Erfolgsstory vom Tegernsee auch eine Gemeinde am Schliersee hoffen ließ, wissen dagegen nur wenige. Die ebenso hartnäckige wie letztlich erfolglose Quellensuche bei unseren Nachbarn jenseits der Neureuth entbehrt nicht einer gewissen Tragik. In Zeiten, in denen eine geplante Neugestaltung des Jod-Schwefelbades die Schlagzeilen bestimmt, sind die Schlierseer Erfahrungen aber auch eine Mahnung: Gebt auf Eure Quelle acht.

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Tegernsee Tal - Heft 164 - Herbst/Winter 2016/2017:

Das Erbe der frommen Königin

Weltweit wird im Jahr 2017 daran erinnert, dass vor 500 Jahren der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther in Wittenberg mit seinen Thesen an die Öffentlichkeit trat und damit (freilich ohne die Folgen zu ahnen) den Auftakt zur Reformation gab. Im Tegernseer Tal ebnete 300 Jahre später niemand Geringeres als eine Königin dem evangelischen Glauben den Weg. Auf Wunsch von Karoline von Bayern wurde 1817 im Tegernseer Schloss der erste evangelische Gottesdienst im Tegernseer Tal gefeiert.

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Gämse mit Kitz

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Tegernsee Tal - Heft 162 - Ausgabe 2015/II:

Hatz auf die Gams

»Auf den Spuren der zerschossenen Strukturen« gelangt man sehr schnell in das Dickicht einer Doktrin namens »Wald vor Wild«: Wo die Forstadministration Bergwälder zu »Schutzgebieten« erklärt, wird das Gamswild vogelfrei.

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Blick in den Sammelschacht der Reisacher Grundwasserfassung

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Tegernsee Tal - Heft 161 - Ausgabe 2015/I:

Krake ante portas

Die Expansion der Landeshauptstadt München hinaus in die Region ist beispiellos. Das Wasser, das sie für Abertausende von Neubürgern benötigt, entnimmt sie überwiegend dem Landkreis Miesbach, betroffen ist somit auch das Tal. Nun zeichnet sich im »Wasserkrieg« eine Wende ab.

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